Historisch

Kernschmelze mit Christus

Kernschmelze mit Christus

Oder wie Zucker im Kaffee: Die Gleich-wie-Einheit – worauf alles hinausläuft Am Ende eines langen Weges durch Vergebung, Rechtsstatus und geistliche Vollmacht steht die vielleicht radikalste Aussage des ganzen christlichen Glaubens: Du bist nicht länger ein abgetrenntes Wesen, das versucht, einem fernen Gott zu gefallen. Du bist mit Christus verschmolzen. Paulus nennt das ein „Geheimnis“ (griechisch: mysterion) – etwas, das durch alle Zeitepochen hindurch verborgen war und erst jetzt sichtbar wird: „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit“ (Kolosser 1,27). Das griechische Wort für „Hoffnung“ – elpis steht aber nicht für eine vage Vermutung, sondern für eine feste, freudige Erwartung…
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HUUUNGER!

HUUUNGER!

Gebt ihr ihnen doch zu essen! – Die tieferen Perspektiven des Abendmahls Peter Ischka Da war diese Episode an jenem ereignisreichen Frühlingstag: Jesus hatte gerade eine äußerst schlechte Nachricht erhalten und wollte sich aus dem Trubel zurückziehen, aber daraus wurde nichts; die Menschen hatten es mitbekommen, wohin Jesus unterwegs war, und als sein Boot das Ufer erreichte, erwarteten sie ihn bereits. „Als er die Massen sah, wurde er innerlich bewegt – er redete über das Reich Gottes und machte gesund, wer Heilung brauchte.“ Da hatte er ordentlich zu tun. Wir befinden uns im 6. Kapitel des Johannes-Evangeliums. Das war kein…
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Die Illusion von Einheit

Die Illusion von Einheit

Ohne Einheit ist es, wie wenn die Rebe neben dem Weinstock liegtBild oben: Eigentlich ganz klar: Nur Reben, die dran sind, haben Einheit – mit dem Weinstock und untereinander, egal welche Sorte. Frucht kommt ohne Anstrengung. Verdorrte Reben haben kein Lebenin sich und werden entsorgtDie Ökumene sei weit fortgeschritten, heißt es: Man respektiert einander und die eine Konfession spricht der anderen das Christsein nicht mehr ab. Ein begrüßenswerter Fortschritt, fürwahr – aber ist das schon Einheit?Weltweit soll es 46 000 christliche Denominationen geben; in der Kirchengeschichte hat fast jede Bewegung nach wenigen Generationen eine neue Reformation ausgelöst (oder benötigt). Welchen…
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Das vergessene Testament

Das vergessene Testament

Warum die Kirche wieder entdecken muss, was ihr bereits vermacht worden ist Wer heute in einer x-beliebigen Kirche fragt, was Jesus seiner Gemeinde konkret hinterlassen hat, bekommt selten eine klare Antwort. Man hört von Vergebung, vom ewigen Leben irgendwann nach dem Tod und vielleicht wird der Heiligen Geist erwähnt. Aber ein zusammenhängendes Bild dessen, was Christus seiner Kirche tatsächlich als Vermächtnis hinterlassen hat – vollständig, rechtsgültig, ein für alle Mal übergeben –, das ist den meisten Christen im Laufe der Kirchengeschichte weitgehend abhandengekommen. Und genau da liegt das Problem: Wie soll man etwas gebrauchen, wenn man nicht weiß, dass die nötige…
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Die Vision von Jesus – Not, Liebe und Gebet

Die Vision von Jesus – Not, Liebe und Gebet

Als Jesus die Menschenmenge sah, wurde er innerlich bewegt Vortrag von Nicky Gumbel beim Kongress „Mission:is:possible“ Es gibt nur eines, was schlimmer ist, als blind zu sein“, zitiert Nicky Gumbel die taubblinde Aktivistin Helen Keller: „Sehen zu können, aber keine Vision zu haben.“ Mit diesem Satz eröffnet der Alpha-Gründer seinen Vortrag über die Vision Jesu – für Gumbel findet sie ihre klarste Gestalt in einem Abschnitt des Matthäusevangeliums. Er entfaltet sie in drei Begriffen: Not, Liebe, Gebet. Der Schlüssel: Was Jesus innerlich bewegte Gumbel weist darauf hin, wie systematisch Matthäus in seinem Evangelium einen großen Erzählblock einrahmt durch zwei fast…
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Würde Jesus heute noch Zwölf finden?

Würde Jesus heute noch Zwölf finden?

Ein Blick zurück an den See Genezareth – und nach vorn in unsere KirchenlandschaftDer italienische Maler Duccio di Buoninsegna hat wohl nicht daran gedacht, dass die Fischer noch Teenager gewesen warenStellen Sie sich den Autor der Offenbarung auf Patmos vor, der in dem Buch von einem Thronsaal voller Feuer spricht, von apokalyptischen Reitern und einer Stadt, die vom Himmel herabkommt. In unserer Vorstellung, geprägt von Jahrhunderten religiöser Kunst, ist der Schreiber ein ehrwürdiger Greis mit langem, weißem Bart und der Weisheit eines Methusalem.Doch drehen wir die Zeit um mehr als ein halbes Jahrhundert zurück, an das schilfumsäumte Ufer des Sees…
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Was wir von den ersten Christen lernen können

Was wir von den ersten Christen lernen können

Vortrag von Roland Werner beim Kongress „Mission:is:possible“: Die Christenheit vor der konstantinischen WendeWie schafften es die ersten Christen, als verfolgte Minderheit ohne Gebäude, ohne Strukturen und ohne gesellschaftliche Anerkennung, in nur zwei Jahrhunderten das gesamte Römische Reich zu verändern? Roland Werner findet in Quellen der ersten drei Jahrhunderte sieben Kennzeichen, er nennt sie die „sieben Leuchter“.Karthago, 7. März 203Werner beginnt mit einer Szene aus der Arena von Karthago: Zwei junge Frauen, Perpetua und ihre Sklavin Felicitas,1 werden zu Ehren des Kaisersohns den wilden Tieren vorgeworfen. Ihr einziges „Verbrechen“: Sie weigern sich, die römischen Götter zu verehren. Der zeitgenössische Bericht schildert,…
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Kirchenstreben als Chance

Kirchenstreben als Chance

Das Ende der gewohnten Kulisse: Keine Kirche wird im Dorf gelassen. Impulse aus dem Kongress „Mission:is:possible“ Mitte Juni in Augsburg. Peter Ischka Schon immer gehört es zur Ansicht deutscher Städte und Dörfer: Beim Blick über die Dächer ragt gewiss irgendwo ein Kirchturm in den Himmel. Betreten muss man das Sakralgebäude deshalb noch lange nicht; aber es beruhigt ungemein, dass er da ist, so wie die Feuerwehr, die Sparkasse und der Bäcker am Markt. Deutschland mag seine Kirche – solange sie nichts von einem will. Das Problem ist nur: Die vertraute Kulisse bröckelt gerade und zwar schneller, als die meisten es mitbekommen.…
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Verwurzelt fliegen

Verwurzelt fliegen

Nach einem Vortrag von Julia GarschagenWas es braucht, damit die Botschaft von Jesus als Gute Nachricht wieder zum Leuchten kommtDrei Diagnosen und ein Kaiser als ZeugeKaiser Julian, der letzte heidnische Herrscher Roms, versuchte im vierten Jahrhundert den Götterkult wiederzubeleben; aber das war nicht so einfach. In einem Brief beschwerte er sich: Die Christen kümmern sich nicht nur um ihre eigenen Armen, sie sorgen auch für die Armen, die nicht zu ihnen gehören. Das war keine Lobesrede, es war die Klage eines Herrschers. Julian konnte es nicht leugnen: Diese Leute lebten aus einer Wahrheit heraus, die ihnen Wurzeln und Flügel gab…
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Was Gemeinden aufblühen lässt

Was Gemeinden aufblühen lässt

Nach einem Vortrag von Maike Ritzer und Patrick TodjerasRitzer formuliert es pointiert: „Manchmal ist der erste Schritt ins gelingende Leben nicht ‚noch mehr schaffenʻ, sondern ‚jemanden an sich heranlassenʻ.“ Theologisch ausgedrückt: „Wer hält mich, wenn ich nicht mehr glänze? Wer liebt mich so, dass ich immer wieder aufstehen kann?“Was die Glücksforschung über Gemeinden sagtDie „Harvard Study of Adult Development“ ist die längste Querschnittsstudie über menschliches Wohlbefinden: über achtzig Jahre lang, mehrere Generationen hindurch. Daraus ergeben sich die „Big Five“ des menschlichen Glücks – Geld, Arbeit, Lebensalter, Genetik, Glaube.Geld: macht glücklich, aber nur bis zur Deckung der Grundbedürfnisse; danach gilt das…
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Z-kompakt
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